World Music

DJ Zipflo „World Music“

Sam 8.7.2017 - 19:00
DJ-Line
Eintritt: 
frei

„World Music“ One World – One Music

Worldmusic: "Eine-Welt-Phantasie" oder Marketingtaktik?

"Musik ist eine universelle Sprache. Sie verbindet die Menschen und belegt wie alles andere auch den Irrsinn des Rassismus." So formulierte es der britische Popstar Peter Gabriel zum "10. World of Music and Dance Festival".

Dieses internationale Musik-Event ist ein Forum für "Worldmusic", einer Musikrichtung mit dem Anspruch universeller Verständlichkeit. Auch der internationale Musiksender MTV setzte mit seinem Slogan "One World - One Music" auf die allgemein verständliche Sprache der Musik. Schnell musste der Sender jedoch anhand der Unternehmensbilanzen feststellen, dass eine solche Strategie ihre Grenzen hat. Ist Musik wirklich die verständlichste Sprache der Welt, wie es so oft heißt? Ein Blick auf das Musikphänomen "Worldmusic" und sein Geschichte soll darüber Aufschluss geben.

Worldmusic - "unplugged"!?

Ende der 80er Jahre bezeichnete man in Europa all das als Worldmusic, was nicht aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum stammte und als traditionelle Musik und als Popmusik aus verschiedenen Regionen der Welt kam. Gemein war dieser Musikform, dass sie körperbetont und damals vor allem handgemacht war, also eher nicht synthetisch und technisch erzeugt wurde. Damit schien sie ein Gegenpol zu den sich zu jener Zeit rasant verbreitenden Formen digital produzierter Musik wie Synthiepop, Disco, frühe Formen von Techno & House und elektronische Musik. Ohne elektronisches Equipment, Produktionen im Tonstudio oder Sampler auf den Bühnen ist auch sie nicht denkbar.

Von den Anfängen

Der Begriff Wordmusic ist seit Mitte der 50er Jahre bekannt. Damals bot das amerikanische Tonträgerunternehmen Capitol Records erstmals Musiken aus beliebten Urlaubsgebieten an. Unter der Bezeichnung "Edition Capitol of the World Series" verkaufte Capitol Records Calypso aus der Karibik, Samba und Bossa Nova aus Südamerika. Musiker brachten von ihren Reisen Sounds, Instrumente, Spieltechniken und Philosophien in den internationalen musikalischen Prozess ein. Dies gilt durchaus auch für die so genannte ernste Musik.
Das Spiel mit Traditionen, ethnischen Mustern, Herkunft im geographischen und historischen Sinne kennzeichnet viele musikalische Formen, die als Weltmusik bezeichnet wurden. Und so muss man immer präzis definieren, worüber man eigentlich spricht, wenn man im musikalischen Kontext den Begriff Weltmusik oder Worldmusic verwendet.

Projektionsfläche westlicher Sehnsüchte

Insbesondere die Mitteleuropäer begeisterten sich für diverse Formen und Vorstellungen von Weltmusik; ob nun im Bezug auf ihre eigenen Traditionen oder auf diejenigen Formen, die ihnen als Weltmusik präsentiert wurden: Musik aus der Fremde, auf die man seine Sehnsüchte, Vorstellungen von Geschichte, Ursprünglichkeit und Harmonie richten kann.
Im Popkontext zeigt sich dies insbesondere durch ein spannungsreiches Miteinander: mongolischer Obertongesang und Rockrhythmen von der tuvanesischen Band Yat-Kha, Didjeridu und Reggae bei der von australischen Aborigenes gegründeten Gruppe Yothu Yindi oder westafrikanischer Highlife und Popequipment bei Mory Kante. Das Spektrum der Spielarten und Formen von Worldmusic ist unglaublich vielfältig.

Worldmusic - ein Nischenprodukt?

Auch internationale Musik-Messen und Rundfunkformate beziehen sich auf die Kategorie Worldmusic. Ursprünglich geht sie auf eine Marketingkampagne von Londoner Independent-Labels im Jahr 1987 zurück. Ziel der Kampagne war es, den Produktionen aus den Musikkulturen weltweiter Herkunft eine wiedererkennbare Verkaufsplattform zu geben. Vertreter von unabhängigen Labels, Konzertveranstalter, Künstler- und Repertoireverantwortliche, Promotoren und Journalisten wollten dem Boom und dem Interesse vor allem an afrikanischer Musik einen Namen geben - eine identifizierbare Kategorie, unter der entsprechende Produkte (Tonträger, Bands, Konzerte, Sendeformate) beworben und verkauft werden sollten. Die 'nicht-westlichen' Musikformen sollten in die Gewinnspannen der transnational agierenden Musikwirtschaft integriert werden. Die Independent-Labels begannen damals zunehmend, mit den Global Playern der Musikindustrie wie BMG, Sony Music, Time Warner, EMI und Polygram zusammen zu arbeiten. Dennoch blieb die Worldmusic ein Nischenprodukt.

Musik - die globale Sprache?

Entgegen den eher vereinheitlichen Vorstellungen von Weltmusik gibt es immer auch jene, die meinen, dass Musik nicht restlos übersetzbar ist. Sie stößt auf unterschiedliche kulturelle Erfahrungen, Gewohnheiten, Traditionen und auf verschiedene Interpretationen. In einem ihr zunächst fremden Milieu gelangt sie in einen anderen kulturellen Zusammenhang. Sie funktioniert wie ein Medium, durch das spezifische kulturelle Vorstellungen projiziert werden können.
Man muss daher anerkennen, dass Kultur und so also mit auch Musik im Plural stehen und es daher sehr unterschiedliche Auffassungen davon geben kann und darf, was gute, erns

www.facebook.com/groups/1670885023229554/

Mehr: www.zipflo.at, www.facebook.com/Dj.Zipflo

Wolfman Gang

Fre 23.6.2017 - 21:00
Konzert
Party
DJ-Line
Eintritt: 
Musikbeitrag: freie Spende!

Rock, Pop, Blues

erdiger Rock der 60er bis zu den 80er Jahren, Blues und Pop von den 7oern bis zu den 90ern, sowie eigenes Songmaterial.

Die Band Wolfman Gang wurde 2000 vom Frontman und Leadgitarristen "Wolfman" gegründet. Seit damals spielte sie als feurige Rock, Dance und Partyband in vielen stilistisch übergreifenden Projekten beinahe alle Musikstile der Welt. Mit einer Songliste von über 500 Live Nummern ist die Band nicht nur eine Coverband, denn etwa ein Drittel des Programmes sind eigene Kompositionen. Bei vielen Veranstaltungen hat sie zahlreiche nationale und internationale Gastmusiker begleitet. Der Sound und die Show der Band ist aufgrund der routinierten Musiker einzigartig und entwickelt sich stets neu. Eine absolute Bereicherung der heimischen Musikszene!

"Wolfman", Wolfgang A. Neszmerak wurde am 7.4.1969 in Wien Ottakring als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren. Bereits während seiner

Ingenieursausbildung war er als autodidaktischer Keyboarder und Organist bei zahlreichen Bands bis hin zum sakralen Bereich tätig.

Doch schon bald waren ihm die Tasten zu wenig und es ging an die Saiten. Als Gitarrist bei Pin Up und Bassist bei Dirty City und Bluesband (Film: I love vienna) begann der die ersten Schritte in der Welt der Rockmusik.

Touren mit Hardrockbands durch Österreich und im damaligen Ostblock, sowie Auftritte mit Liedermachern (Michael Hütter-Popodromsieger, Bernhard Fiebich) brachten ihn bis nach Italien. Nebenbei entstanden Bands mit eigenen Songs namens Royal Mission und RCC als Vorreiter zur später entstandenen 1.Meidlinger Dampfkapelle und zu dem Projekt mit dem vorläufigen Namen Wolfman Neszi.

Eine Österreich Tour mit Sextiger, ein professionelles Live Video und Drahdiwaberl Supports ließen das Blut in seinen Adern zur absoluten Wallung bringen, so daß in den darauffolgenden Jahren das Rock Shock Show Kabarett

DIE ECHTEN ZOMBIES
geboren wurde, wo Wolfgang die ersten Bühnenerfahrungen neben Sigi und Gästen von Drahdiwaberl als Frontman und CD-Produzent sammelte. All diese Projekte, sowie die erste CD der Tanzband CARAVANS wurden von seinen Kompositionen und Texten begleitet. Auftritte mit dieser Band brachten ihn nach Deutschland und in den Rundfunk. Nebenher folgten immer wieder Auftritte bei Coverbands unter anderen mit der oben erwähnten Dampfkapelle als Begleitband für KURT OSTBAHN und PAUL DiANNO (Iron Maiden) Gastauftritte als Keyboarder bei

BOTTLE UP & GO 
verfeinerten das  Spiel des Menschen, der mittlerweile sein Herz der Musik verschrieben hatte.In einer Zeit mit privaten Tiefgang und Soloauftritten entstanden die Titel zur ersten Solo

CD - TRIBUTE TO WOMEN,
welche vorerst ohne zusätzliche Musiker im Studio eingespielt wurde.

Im Laufe der Zeit wurde WOLFMAN GANG immer größer und die Plattform für viele nationale und internationale Gastmusiker mit zahlreichen Liveauftritten. Es folgten weitere CDs, Studiojobs, Produktionen.

Seine Liebe zur indischen Musik ließ Wolfman noch neben des Gesanges und der Gitarre, die Sitar erlernen. Aktuell studiert er indische klassische Musik.

Hauptsächlich Freundschaft, Menschlichkeit und gemeinsames musikalisches Denken ließen dann die heutige Formation um "Wolfman" entstehen. Wenn man nach einer musikalischen Ausbildung sucht antwortet Wolfgang zumeist mit:

"Ich denke das war wohl mein bisheriges Leben......".

 

WOLFMAN – LEADGESANG, GITARRE, SITAR, HARP, PIANO, AKKORDEON
KURT SIPEK – KEYBOARD, HAMMOND, PIANO, PERCUSSIONS
JOE SCHIRL - BASS, GESANG
ANDI BAUER –  KLARINETTE, PERC
STEPHAN BRODSKY – DRUMS, PERC

Mehr: www.wolfman.ednet.at

Danach After-Show-Party mit DJ Sandor [H] world music night
+ ab 6:00
After Hour mit DJ Freespirit (Concerto oben = Wintergarten)

GÜRTEL CONNECTION #3 - DJ Zipflo „One World - One Voice“

Sam 29.4.2017 - 19:00
DJ-Line
Eintritt: 
frei
Ist zyklische Veranstaltung: 
Zyklisch: DJ Zipflo

„World Music“ One World – One Music

Worldmusic: "Eine-Welt-Phantasie" oder Marketingtaktik?

"Musik ist eine universelle Sprache. Sie verbindet die Menschen und belegt wie alles andere auch den Irrsinn des Rassismus." So formulierte es der britische Popstar Peter Gabriel zum "10. World of Music and Dance Festival".

Dieses internationale Musik-Event ist ein Forum für "Worldmusic", einer Musikrichtung mit dem Anspruch universeller Verständlichkeit. Auch der internationale Musiksender MTV setzte mit seinem Slogan "One World - One Music" auf die allgemein verständliche Sprache der Musik. Schnell musste der Sender jedoch anhand der Unternehmensbilanzen feststellen, dass eine solche Strategie ihre Grenzen hat. Ist Musik wirklich die verständlichste Sprache der Welt, wie es so oft heißt? Ein Blick auf das Musikphänomen "Worldmusic" und sein Geschichte soll darüber Aufschluss geben.

Worldmusic - "unplugged"!?

Ende der 80er Jahre bezeichnete man in Europa all das als Worldmusic, was nicht aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum stammte und als traditionelle Musik und als Popmusik aus verschiedenen Regionen der Welt kam. Gemein war dieser Musikform, dass sie körperbetont und damals vor allem handgemacht war, also eher nicht synthetisch und technisch erzeugt wurde. Damit schien sie ein Gegenpol zu den sich zu jener Zeit rasant verbreitenden Formen digital produzierter Musik wie Synthiepop, Disco, frühe Formen von Techno & House und elektronische Musik. Ohne elektronisches Equipment, Produktionen im Tonstudio oder Sampler auf den Bühnen ist auch sie nicht denkbar.

Von den Anfängen

Der Begriff Wordmusic ist seit Mitte der 50er Jahre bekannt. Damals bot das amerikanische Tonträgerunternehmen Capitol Records erstmals Musiken aus beliebten Urlaubsgebieten an. Unter der Bezeichnung "Edition Capitol of the World Series" verkaufte Capitol Records Calypso aus der Karibik, Samba und Bossa Nova aus Südamerika. Musiker brachten von ihren Reisen Sounds, Instrumente, Spieltechniken und Philosophien in den internationalen musikalischen Prozess ein. Dies gilt durchaus auch für die so genannte ernste Musik.
Das Spiel mit Traditionen, ethnischen Mustern, Herkunft im geographischen und historischen Sinne kennzeichnet viele musikalische Formen, die als Weltmusik bezeichnet wurden. Und so muss man immer präzis definieren, worüber man eigentlich spricht, wenn man im musikalischen Kontext den Begriff Weltmusik oder Worldmusic verwendet.

Projektionsfläche westlicher Sehnsüchte

Insbesondere die Mitteleuropäer begeisterten sich für diverse Formen und Vorstellungen von Weltmusik; ob nun im Bezug auf ihre eigenen Traditionen oder auf diejenigen Formen, die ihnen als Weltmusik präsentiert wurden: Musik aus der Fremde, auf die man seine Sehnsüchte, Vorstellungen von Geschichte, Ursprünglichkeit und Harmonie richten kann.
Im Popkontext zeigt sich dies insbesondere durch ein spannungsreiches Miteinander: mongolischer Obertongesang und Rockrhythmen von der tuvanesischen Band Yat-Kha, Didjeridu und Reggae bei der von australischen Aborigenes gegründeten Gruppe Yothu Yindi oder westafrikanischer Highlife und Popequipment bei Mory Kante. Das Spektrum der Spielarten und Formen von Worldmusic ist unglaublich vielfältig.

Worldmusic - ein Nischenprodukt?

Auch internationale Musik-Messen und Rundfunkformate beziehen sich auf die Kategorie Worldmusic. Ursprünglich geht sie auf eine Marketingkampagne von Londoner Independent-Labels im Jahr 1987 zurück. Ziel der Kampagne war es, den Produktionen aus den Musikkulturen weltweiter Herkunft eine wiedererkennbare Verkaufsplattform zu geben. Vertreter von unabhängigen Labels, Konzertveranstalter, Künstler- und Repertoireverantwortliche, Promotoren und Journalisten wollten dem Boom und dem Interesse vor allem an afrikanischer Musik einen Namen geben - eine identifizierbare Kategorie, unter der entsprechende Produkte (Tonträger, Bands, Konzerte, Sendeformate) beworben und verkauft werden sollten. Die 'nicht-westlichen' Musikformen sollten in die Gewinnspannen der transnational agierenden Musikwirtschaft integriert werden. Die Independent-Labels begannen damals zunehmend, mit den Global Playern der Musikindustrie wie BMG, Sony Music, Time Warner, EMI und Polygram zusammen zu arbeiten. Dennoch blieb die Worldmusic ein Nischenprodukt.

Musik - die globale Sprache?

Entgegen den eher vereinheitlichen Vorstellungen von Weltmusik gibt es immer auch jene, die meinen, dass Musik nicht restlos übersetzbar ist. Sie stößt auf unterschiedliche kulturelle Erfahrungen, Gewohnheiten, Traditionen und auf verschiedene Interpretationen. In einem ihr zunächst fremden Milieu gelangt sie in einen anderen kulturellen Zusammenhang. Sie funktioniert wie ein Medium, durch das spezifische kulturelle Vorstellungen projiziert werden können.
Man muss daher anerkennen, dass Kultur und so also mit auch Musik im Plural stehen und es daher sehr unterschiedliche Auffassungen davon geben kann und darf, was gute, erns

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Mehr: www.zipflo.at, www.facebook.com/Dj.Zipflo

 

DJ Zipflo „Club Sodade“

Mit 9.8.2017 - 19:00
Jeden 2. Mittwoch im geraden Monat
DJ-Line
Eintritt: 
frei
Ist zyklische Veranstaltung: 
Zyklisch: DJ Zipflo

Club SodadeDie Musik der Kapverden – die Sehnsucht nach einem unbenennbaren Ursprung

Sodade ist was Besonderes. Es entsteht genau in dem Moment, wo man geht und wieder heimkommt. Mit dem Bauch und dem Verstand ist man draussen – mit dem Herzen in der Heimat.

Mit Ende von Kolonialzeit und Ära der Dampfschiffahrt, als sie ein wichtiger Zwischenstop der Schiffe von Europa nach Südamerika waren, gab es auf einmal keine ausreichenden Erwerbsquellen mehr für ihre Einwohner. Es gibt noch weniger Regen als Arbeit. Seither sind die Kapverdianer ein Volk von Auswanderern. Dieses Leben fernab der Heimat zwingt ein ganzes Volk, das zu 2/3 außerhalb des Landes lebt, sich eine eigene greifbare Identität zu schaffen, die sich besonders in den Rhythmen und Melodien ausdrückt.

„Sodade“ – mit „Traurigkeit“ nur unzureichend übersetzt – als später Reflex der Versklavung und Ausdruck der Sehnsucht nach einem unbenennbaren Ursprung. Sie richtet sich auf das „weit entfernte Land“, wie es auch Cesaria Evora besingt. „Wir kennen den geografischen Ort dieser terra longe nicht“, vielleicht ist es Afrika. Es ist nicht nur das Land der Emigration, sondern zugleich das verlorene Land. Selbst wenn wir kein klares Bewusstsein mehr davon haben, ein Volk von Sklaven zu sein, unsere Seele, unsere Art zu singen, beruhen auf dieser Irrfahrt.“

Die Inseln haben ihren eigenen Sound – Das Geräusch der See, Wasser, Vögel, Stimmen in der städtischen Umgebung, der Wind und das Echo der Berge. Materialien aus Eisen, Plastik, Glassflaschen und Büchsen dienen als natürliche Materialien für Instrumente ebenso wie Holz, Muscheln, getrocknete Kürbis und Schoten.

Dies und die Lebensweise spiegelt sich in der Musik wider. Der Einfluss von mehren Kulturen und Rhythmen. Batuko ist afrikanischen, Morna portugiesischen Ursprungs, Funana hat ebenfalls starke Einflüsse aus Portugal.Eigentlich gibt es die kapverdischen Inseln außerhalb ihrer Drei-Meilen-Zonen gar nicht wirklich. Umso stärker entsteht aber in den Menschen, die von dort stammen und nun in Europa und Amerika leben, immer wieder diese Sehnsucht nach ihrer Heimat,- ein Gefühl, das kaum ein besseres Wort auf der Welt ausdrückt und das kaum eine Sängerin glaubwürdiger besungen wie Cesaria Evora: „Sodade“ (Saudade, Sehnsucht).

Um diesen Abend würdig zu gestalten, zwingt sich DJ Zipflo geradezu auf. Als einer der umtriebigsten heimischen Musikverrückten steht er seit Jahrzehnten an den Turntables und wird seinem Ruf als "österreichischer Botschafter der schwarzen Musik" mit großer Leidenschaft und tiefem Respekt für die Sounds gerecht, die er auswählt.
Pressetext (M.R.)

Mehr: www.zipflo.at

 

DJ Zipflo „Club Sodade“

Mit 14.6.2017 - 19:00
Jeden 2. Mittwoch im geraden Monat
DJ-Line
Eintritt: 
frei
Ist zyklische Veranstaltung: 
Zyklisch: DJ Zipflo

Club SodadeDie Musik der Kapverden – die Sehnsucht nach einem unbenennbaren Ursprung

Sodade ist was Besonderes. Es entsteht genau in dem Moment, wo man geht und wieder heimkommt. Mit dem Bauch und dem Verstand ist man draussen – mit dem Herzen in der Heimat.

Mit Ende von Kolonialzeit und Ära der Dampfschiffahrt, als sie ein wichtiger Zwischenstop der Schiffe von Europa nach Südamerika waren, gab es auf einmal keine ausreichenden Erwerbsquellen mehr für ihre Einwohner. Es gibt noch weniger Regen als Arbeit. Seither sind die Kapverdianer ein Volk von Auswanderern. Dieses Leben fernab der Heimat zwingt ein ganzes Volk, das zu 2/3 außerhalb des Landes lebt, sich eine eigene greifbare Identität zu schaffen, die sich besonders in den Rhythmen und Melodien ausdrückt.

„Sodade“ – mit „Traurigkeit“ nur unzureichend übersetzt – als später Reflex der Versklavung und Ausdruck der Sehnsucht nach einem unbenennbaren Ursprung. Sie richtet sich auf das „weit entfernte Land“, wie es auch Cesaria Evora besingt. „Wir kennen den geografischen Ort dieser terra longe nicht“, vielleicht ist es Afrika. Es ist nicht nur das Land der Emigration, sondern zugleich das verlorene Land. Selbst wenn wir kein klares Bewusstsein mehr davon haben, ein Volk von Sklaven zu sein, unsere Seele, unsere Art zu singen, beruhen auf dieser Irrfahrt.“

Die Inseln haben ihren eigenen Sound – Das Geräusch der See, Wasser, Vögel, Stimmen in der städtischen Umgebung, der Wind und das Echo der Berge. Materialien aus Eisen, Plastik, Glassflaschen und Büchsen dienen als natürliche Materialien für Instrumente ebenso wie Holz, Muscheln, getrocknete Kürbis und Schoten.

Dies und die Lebensweise spiegelt sich in der Musik wider. Der Einfluss von mehren Kulturen und Rhythmen. Batuko ist afrikanischen, Morna portugiesischen Ursprungs, Funana hat ebenfalls starke Einflüsse aus Portugal.Eigentlich gibt es die kapverdischen Inseln außerhalb ihrer Drei-Meilen-Zonen gar nicht wirklich. Umso stärker entsteht aber in den Menschen, die von dort stammen und nun in Europa und Amerika leben, immer wieder diese Sehnsucht nach ihrer Heimat,- ein Gefühl, das kaum ein besseres Wort auf der Welt ausdrückt und das kaum eine Sängerin glaubwürdiger besungen wie Cesaria Evora: „Sodade“ (Saudade, Sehnsucht).

Um diesen Abend würdig zu gestalten, zwingt sich DJ Zipflo geradezu auf. Als einer der umtriebigsten heimischen Musikverrückten steht er seit Jahrzehnten an den Turntables und wird seinem Ruf als "österreichischer Botschafter der schwarzen Musik" mit großer Leidenschaft und tiefem Respekt für die Sounds gerecht, die er auswählt.
Pressetext (M.R.)

Mehr: www.zipflo.at

 

DJ Zipflo „The Sound Of African“

Mit 10.5.2017 - 19:00
Jeden 2. Mittwoch im ungeraden Monat
DJ-Line
Eintritt: 
frei
Ist zyklische Veranstaltung: 
Zyklisch: DJ Zipflo

The Sound Of AfricanWir tanzen alle auf denselben Beat Längst hat der Sound of African die Clubs Europas erobert.

Es ist nahezu unmöglich sich der Musik in Afrika zu entziehen, denn sie ist überall. Man spürt am ganzen Kontinent zwangsweise den hohen Stellenwert von Musik und empfindet es als Europäer oft nicht angenehm ständig mit zwar rhythmischer, aber meist viel zu lauter Musik beschallt zu werden, sei es in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Märkten, in Geschäften, auf der Straße et cetera. Ohne Musik geht es in Afrika nicht. Ob bei sozialen oder religiösen Anlässen, bei der Arbeit oder eben nur zur Unterhaltung, es wird kaum etwas ohne Musik gemacht. Afrikaner sind das auch von Anfang an gewöhnt. Fast jeder Afrikaner kann selbst Musik machen, weil er immer damit zu tun hat und von klein auf tanzt, singt oder ein Instrument spielt. Ohne Musik können verschiedene Feste und Rituale in Afrika gar nicht stattfinden. Musik ist notwendig, um den Alltag zu strukturieren und für die richtige Atmosphäre zu sorgen. Dadurch, dass Musik ein selbstverständlicher, ständiger Begleiter ist und somit direkt mit gewissen Ereignissen verbunden ist, gibt es in den meisten afrikanischen Sprachen gar kein generelles Wort für "Musik", wohl aber für "Tanz" oder "Gesang".

Mehr: www.zipflo.at, www.facebook.com/Dj.Zipflo

 

DJ Zipflo „Cafe Atlantico“

Sam 24.6.2017 - 19:00
DJ-Line
Eintritt: 
frei
Ist zyklische Veranstaltung: 
Zyklisch: DJ Zipflo

Cafe AtlanticoMusik aus der Karibik

Musik gehört zum Lebensgefühl der Karibik - und wer sie den Menschen nehmen will, der erlebt sein blaues Wunder. So wie einst in Trinidad, als die weißen Herren genug vom ausschweifenden und obszönen Karnevalstreiben ihrer Sklaven hatten und alle Trommel verbrennen ließen. Was taten da die Sklaven? Sie nahmen sich alte Ölfässer und ein paar Stöcke und fertig waren ihre Ersatztrommeln. Damals wurde ein Instrument erfunden, dass heute auf keiner (englischsprachigen) Karibikinsel fehlt, die Steelpan.

Der kulturelle Ausdruck der Bevölkerung der Karibik beinhaltet aber auch portugiesische, afrikanische und brasilianische Elemente, wodurch sich die Mischung der Kreolen, deren Vorfahren Europäer und Westafrikaner sind, aber auch die Verwandtschaft mit der brasilianischen Kultur widerspiegelt. Es ist durch die Kombination der verschiedenen Musikstile auch eine ganz eigenständige Kunstform entstanden. Seit Anfang der 1980er Jahre entwickelte sich einen neuer Sound. Dieser Sound entstand durch eine Mischung aus karibischen Musikstilen wie Compas, Reggae, Salsa u.a. mit Folk-Rhythmen von Martinique und Guadeloupe wie etwa Bele und Ti-bwa und ist heute als Zouk bekannt.

Afrika und seine unglaubliche Lebenskraft und - Lust lassen in fast allen Texten und Rhythmen der Karibik grüßen. Ganz besonders unprüde zur Sache geht’s in der englischsprachigen Karibik bei den dröhnenden Soca- oder Rap-Rhythmen, zu denen sich die Paare ungeniert aneinander reiben oder jeder für sich auf laszive Weise seine Blackpower abstampft. Nur wenn good old Bob Marley erklingt, eint sich die schwarzweiße Tanzgemeinde aus Einheimischen und Urlaubern in asexuellem euphorischem Gehopse. Denn keiner verstand es wie er, die multikulturelle Welt mit seinen Love-and-Peace-Reggae-Hits zu begeistern.

Kunstvollere erotische Tanzvergnügen bietet indes die spanisch-sprachige Karibik, wo die Damen noch die Herren Machos wie Motten umschwirren - in stolzer Evita-Haltung, versteht sich. Die schwungvollen Rhythmen heißen Merengue (Dominikanische Republik) und Salsa oder Son (Kuba). Wer dabei aus Angst, die eigenen Beine könnten sich beim rasanten Tanztempo verknoten, lieber zu den Schaulustigen am Tanzflächenrand zurückzieht, wird spätestens beim Lambada aus der Reserve gelockt. Denn diesen Karibik-Evergreen aus Venezuela beherrscht inzwischen eigentlich jeder, oder etwa nicht?

Wenn Mighty Sparrow seine Ballade über die "Weiße Lady" singt die entführt wird, beweist er sich wieder einmal als unschlagbarer Calypso-King. Natürlich spielt er auf den Rassenkonflikt zwischen Schwarz und Weiß an, doch eben auf Calypso-Art: Ironisch und frech bis zur Gürtellinie. Denn dass sich "white ladies" gern vom "schwarzen Mann" entführen lassen, davon können die Diskjockeys zwischen Trinidad und Jamaika ein Lied singen eine unglaubliche Lebenskraft und - Lust lassen in fast allen Texten und Rhythmen der Karibik grüßen.

Mehr: www.zipflo.at

DJ Zipflo „Cafe Atlantico“

Sam 27.5.2017 - 19:00
DJ-Line
Eintritt: 
frei
Ist zyklische Veranstaltung: 
Zyklisch: DJ Zipflo

Cafe AtlanticoMusik aus der Karibik

Musik gehört zum Lebensgefühl der Karibik - und wer sie den Menschen nehmen will, der erlebt sein blaues Wunder. So wie einst in Trinidad, als die weißen Herren genug vom ausschweifenden und obszönen Karnevalstreiben ihrer Sklaven hatten und alle Trommel verbrennen ließen. Was taten da die Sklaven? Sie nahmen sich alte Ölfässer und ein paar Stöcke und fertig waren ihre Ersatztrommeln. Damals wurde ein Instrument erfunden, dass heute auf keiner (englischsprachigen) Karibikinsel fehlt, die Steelpan.

Der kulturelle Ausdruck der Bevölkerung der Karibik beinhaltet aber auch portugiesische, afrikanische und brasilianische Elemente, wodurch sich die Mischung der Kreolen, deren Vorfahren Europäer und Westafrikaner sind, aber auch die Verwandtschaft mit der brasilianischen Kultur widerspiegelt. Es ist durch die Kombination der verschiedenen Musikstile auch eine ganz eigenständige Kunstform entstanden. Seit Anfang der 1980er Jahre entwickelte sich einen neuer Sound. Dieser Sound entstand durch eine Mischung aus karibischen Musikstilen wie Compas, Reggae, Salsa u.a. mit Folk-Rhythmen von Martinique und Guadeloupe wie etwa Bele und Ti-bwa und ist heute als Zouk bekannt.

Afrika und seine unglaubliche Lebenskraft und - Lust lassen in fast allen Texten und Rhythmen der Karibik grüßen. Ganz besonders unprüde zur Sache geht’s in der englischsprachigen Karibik bei den dröhnenden Soca- oder Rap-Rhythmen, zu denen sich die Paare ungeniert aneinander reiben oder jeder für sich auf laszive Weise seine Blackpower abstampft. Nur wenn good old Bob Marley erklingt, eint sich die schwarzweiße Tanzgemeinde aus Einheimischen und Urlaubern in asexuellem euphorischem Gehopse. Denn keiner verstand es wie er, die multikulturelle Welt mit seinen Love-and-Peace-Reggae-Hits zu begeistern.

Kunstvollere erotische Tanzvergnügen bietet indes die spanisch-sprachige Karibik, wo die Damen noch die Herren Machos wie Motten umschwirren - in stolzer Evita-Haltung, versteht sich. Die schwungvollen Rhythmen heißen Merengue (Dominikanische Republik) und Salsa oder Son (Kuba). Wer dabei aus Angst, die eigenen Beine könnten sich beim rasanten Tanztempo verknoten, lieber zu den Schaulustigen am Tanzflächenrand zurückzieht, wird spätestens beim Lambada aus der Reserve gelockt. Denn diesen Karibik-Evergreen aus Venezuela beherrscht inzwischen eigentlich jeder, oder etwa nicht?

Wenn Mighty Sparrow seine Ballade über die "Weiße Lady" singt die entführt wird, beweist er sich wieder einmal als unschlagbarer Calypso-King. Natürlich spielt er auf den Rassenkonflikt zwischen Schwarz und Weiß an, doch eben auf Calypso-Art: Ironisch und frech bis zur Gürtellinie. Denn dass sich "white ladies" gern vom "schwarzen Mann" entführen lassen, davon können die Diskjockeys zwischen Trinidad und Jamaika ein Lied singen eine unglaubliche Lebenskraft und - Lust lassen in fast allen Texten und Rhythmen der Karibik grüßen.

Mehr: www.zipflo.at

DJ Zipflo „Cafe Atlantico“

Sam 22.4.2017 - 19:00
DJ-Line
Eintritt: 
frei
Ist zyklische Veranstaltung: 
Zyklisch: DJ Zipflo

Cafe AtlanticoMusik aus der Karibik

Musik gehört zum Lebensgefühl der Karibik - und wer sie den Menschen nehmen will, der erlebt sein blaues Wunder. So wie einst in Trinidad, als die weißen Herren genug vom ausschweifenden und obszönen Karnevalstreiben ihrer Sklaven hatten und alle Trommel verbrennen ließen. Was taten da die Sklaven? Sie nahmen sich alte Ölfässer und ein paar Stöcke und fertig waren ihre Ersatztrommeln. Damals wurde ein Instrument erfunden, dass heute auf keiner (englischsprachigen) Karibikinsel fehlt, die Steelpan.

Der kulturelle Ausdruck der Bevölkerung der Karibik beinhaltet aber auch portugiesische, afrikanische und brasilianische Elemente, wodurch sich die Mischung der Kreolen, deren Vorfahren Europäer und Westafrikaner sind, aber auch die Verwandtschaft mit der brasilianischen Kultur widerspiegelt. Es ist durch die Kombination der verschiedenen Musikstile auch eine ganz eigenständige Kunstform entstanden. Seit Anfang der 1980er Jahre entwickelte sich einen neuer Sound. Dieser Sound entstand durch eine Mischung aus karibischen Musikstilen wie Compas, Reggae, Salsa u.a. mit Folk-Rhythmen von Martinique und Guadeloupe wie etwa Bele und Ti-bwa und ist heute als Zouk bekannt.

Afrika und seine unglaubliche Lebenskraft und - Lust lassen in fast allen Texten und Rhythmen der Karibik grüßen. Ganz besonders unprüde zur Sache geht’s in der englischsprachigen Karibik bei den dröhnenden Soca- oder Rap-Rhythmen, zu denen sich die Paare ungeniert aneinander reiben oder jeder für sich auf laszive Weise seine Blackpower abstampft. Nur wenn good old Bob Marley erklingt, eint sich die schwarzweiße Tanzgemeinde aus Einheimischen und Urlaubern in asexuellem euphorischem Gehopse. Denn keiner verstand es wie er, die multikulturelle Welt mit seinen Love-and-Peace-Reggae-Hits zu begeistern.

Kunstvollere erotische Tanzvergnügen bietet indes die spanisch-sprachige Karibik, wo die Damen noch die Herren Machos wie Motten umschwirren - in stolzer Evita-Haltung, versteht sich. Die schwungvollen Rhythmen heißen Merengue (Dominikanische Republik) und Salsa oder Son (Kuba). Wer dabei aus Angst, die eigenen Beine könnten sich beim rasanten Tanztempo verknoten, lieber zu den Schaulustigen am Tanzflächenrand zurückzieht, wird spätestens beim Lambada aus der Reserve gelockt. Denn diesen Karibik-Evergreen aus Venezuela beherrscht inzwischen eigentlich jeder, oder etwa nicht?

Wenn Mighty Sparrow seine Ballade über die "Weiße Lady" singt die entführt wird, beweist er sich wieder einmal als unschlagbarer Calypso-King. Natürlich spielt er auf den Rassenkonflikt zwischen Schwarz und Weiß an, doch eben auf Calypso-Art: Ironisch und frech bis zur Gürtellinie. Denn dass sich "white ladies" gern vom "schwarzen Mann" entführen lassen, davon können die Diskjockeys zwischen Trinidad und Jamaika ein Lied singen eine unglaubliche Lebenskraft und - Lust lassen in fast allen Texten und Rhythmen der Karibik grüßen.

Mehr: www.zipflo.at

DJ Zipflo „Cafe Atlantico“

Sam 15.4.2017 - 19:00
DJ-Line
Eintritt: 
frei

Cafe AtlanticoMusik aus der Karibik

Musik gehört zum Lebensgefühl der Karibik - und wer sie den Menschen nehmen will, der erlebt sein blaues Wunder. So wie einst in Trinidad, als die weißen Herren genug vom ausschweifenden und obszönen Karnevalstreiben ihrer Sklaven hatten und alle Trommel verbrennen ließen. Was taten da die Sklaven? Sie nahmen sich alte Ölfässer und ein paar Stöcke und fertig waren ihre Ersatztrommeln. Damals wurde ein Instrument erfunden, dass heute auf keiner (englischsprachigen) Karibikinsel fehlt, die Steelpan.

Der kulturelle Ausdruck der Bevölkerung der Karibik beinhaltet aber auch portugiesische, afrikanische und brasilianische Elemente, wodurch sich die Mischung der Kreolen, deren Vorfahren Europäer und Westafrikaner sind, aber auch die Verwandtschaft mit der brasilianischen Kultur widerspiegelt. Es ist durch die Kombination der verschiedenen Musikstile auch eine ganz eigenständige Kunstform entstanden. Seit Anfang der 1980er Jahre entwickelte sich einen neuer Sound. Dieser Sound entstand durch eine Mischung aus karibischen Musikstilen wie Compas, Reggae, Salsa u.a. mit Folk-Rhythmen von Martinique und Guadeloupe wie etwa Bele und Ti-bwa und ist heute als Zouk bekannt.

Afrika und seine unglaubliche Lebenskraft und - Lust lassen in fast allen Texten und Rhythmen der Karibik grüßen. Ganz besonders unprüde zur Sache geht’s in der englischsprachigen Karibik bei den dröhnenden Soca- oder Rap-Rhythmen, zu denen sich die Paare ungeniert aneinander reiben oder jeder für sich auf laszive Weise seine Blackpower abstampft. Nur wenn good old Bob Marley erklingt, eint sich die schwarzweiße Tanzgemeinde aus Einheimischen und Urlaubern in asexuellem euphorischem Gehopse. Denn keiner verstand es wie er, die multikulturelle Welt mit seinen Love-and-Peace-Reggae-Hits zu begeistern.

Kunstvollere erotische Tanzvergnügen bietet indes die spanisch-sprachige Karibik, wo die Damen noch die Herren Machos wie Motten umschwirren - in stolzer Evita-Haltung, versteht sich. Die schwungvollen Rhythmen heißen Merengue (Dominikanische Republik) und Salsa oder Son (Kuba). Wer dabei aus Angst, die eigenen Beine könnten sich beim rasanten Tanztempo verknoten, lieber zu den Schaulustigen am Tanzflächenrand zurückzieht, wird spätestens beim Lambada aus der Reserve gelockt. Denn diesen Karibik-Evergreen aus Venezuela beherrscht inzwischen eigentlich jeder, oder etwa nicht?

Wenn Mighty Sparrow seine Ballade über die "Weiße Lady" singt die entführt wird, beweist er sich wieder einmal als unschlagbarer Calypso-King. Natürlich spielt er auf den Rassenkonflikt zwischen Schwarz und Weiß an, doch eben auf Calypso-Art: Ironisch und frech bis zur Gürtellinie. Denn dass sich "white ladies" gern vom "schwarzen Mann" entführen lassen, davon können die Diskjockeys zwischen Trinidad und Jamaika ein Lied singen eine unglaubliche Lebenskraft und - Lust lassen in fast allen Texten und Rhythmen der Karibik grüßen.

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